# Makro- und Finanzmarkt-Wochenbericht – 3. September 2026

Berichtszeitraum: 28. August bis 3. September 2026

Redaktionsschluss / Marktdatenstand: 3. September 2026, 09:30 Uhr MESZ, sofern nicht anders angegeben. US-Aktien und US-Anleihen beziehen sich auf den Schluss vom 2. September; europäische Aktien auf den Schluss vom 2. September; asiatische Kurse und Rohstoffe sind Stände vom Morgen des 3. September.

Hinweis: Tatsachen werden als solche berichtet; mit Einordnung gekennzeichnete Absätze enthalten analytische Schlussfolgerungen. Fehlende oder noch nicht veröffentlichte Daten werden nicht geschätzt. Dies ist keine individuelle Anlageberatung.

Executive Summary

  • Ein neuer Schub im Konflikt zwischen den USA und Iran trieb Brent-Öl von 89,40 US-Dollar am vergangenen Freitag zeitweise über 95 US-Dollar. Damit wurde Energie erneut zum gemeinsamen Treiber von Inflation, Anleiherenditen und Zinserwartungen in fast allen Regionen. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/energy/oil-up-nearly-1-us-iran-trade-fresh-strikes-2026-09-02/)
  • In den USA traf eine nur mässig wachsende Wirtschaft auf hartnäckigen Preisdruck: Der Fed-Bericht aus den Regionen zeigte etwas mehr Aktivität, aber auch höhere Energie-, Transport- und Materialkosten. Nach der klaren Inflationswarnung von Fed-Chef Kevin Warsh stieg die vom Markt abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 37 % vor einer Woche auf rund 62 %. [Federal Reserve, 02.09.2026](https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/BeigeBook_20260902.pdf) [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)
  • Asien zeigte drei sehr unterschiedliche Bilder: Chinas Industrie stabilisierte sich knapp unter der Wachstumsschwelle, Japans Dienstleistungswirtschaft beschleunigte und Indien überraschte mit 7,8 % Wachstum. China hat eher ein Nachfrageproblem, während Japan und Indien wegen Preis- und Währungsrisiken über straffere Geldpolitik nachdenken müssen. [Chinas Statistikamt, 01.09.2026](https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260901_1965170.html) [Reuters, 31.08.2026](https://www.reuters.com/business/indias-gdp-grows-78-april-june-2026-08-31/)
  • In der Eurozone sprang die Inflation im August auf 3,3 %, fast vollständig wegen Energie; die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel sank dagegen auf 2,4 %. Eine EZB-Anhebung am 10. September gilt deshalb als nahezu sicher, doch über weitere Schritte entscheidet vor allem, ob der Energieschock auf Löhne und andere Preise übergreift. [Eurostat, 01.09.2026](https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-01092026-ap)
  • Aktien hielten sich besser als Anleihen: Dell und andere Anbieter von Rechenzentrums-Ausrüstung bestätigten den starken KI-Investitionszyklus. Gleichzeitig näherten sich zehnjährige US-Renditen 4,8 %, deutsche Renditen erreichten ein 15-Jahres-Hoch und zehnjährige japanische Renditen kurz 3 %, wodurch hohe Bewertungen und hoch verschuldete Staaten empfindlicher werden. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/commentary/reuters-open-interest/real-deal-world-bonds-grind-towards-higher-neutral-rates-mike-dolan-2026-09-02/)

1) USA

Konjunktur und Inflation

Die neuen Daten erzählen keine Rezessionsgeschichte, aber auch keine Geschichte ungebremsten Wachstums. Der am 2. September veröffentlichte Konjunkturbericht der Federal Reserve, das sogenannte Beige Book, meldete seit Anfang Juli ein mässiges Aktivitätsplus. Zehn der zwölf Fed-Regionen berichteten leichtes bis mittleres Wachstum, zwei keine Veränderung. Der Konsum legte insgesamt nur leicht zu: Wohlhabende Haushalte kauften weiter solide, während viele andere Kunden stärker auf Preise achteten. Autoverkäufe litten unter hohen Treibstoffpreisen, schwachem Vertrauen und teureren Krediten. Dagegen stützten Tourismus, Verteidigungsaufträge sowie der Bau von Rechenzentren Industrie und Gewerbebau. [Federal Reserve, 02.09.2026](https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/BeigeBook_20260902.pdf)

Die Unternehmensumfrage des Institute for Supply Management zeigte am 1. September ebenfalls ein gemischtes Bild. Die US-Industrie wuchs im August langsamer als im Juli, neue Aufträge verloren Schwung und Firmen nannten Zölle, den Nahostkonflikt und den Ausbau der KI-Infrastruktur als Gründe für höhere Einkaufspreise. Der bereits im vorherigen Bericht beschriebene PCE-Preisindex – das bevorzugte Inflationsmass der Fed – lag im Juli weiterhin 3,7 % über dem Vorjahr, die Kernrate bei 3,3 %. Diese Werte wurden am 26. August veröffentlicht und dienen hier als Inflationsausgangslage, nicht als neue Wochenmeldung. [Reuters, 01.09.2026](https://www.reuters.com/business/us-manufacturing-activity-slows-august-input-prices-still-elevated-2026-09-01/) [BEA, 26.08.2026](https://www.bea.gov/news/2026/personal-income-and-outlays-july-2026)

Auch im Beige Book blieb der Kostendruck sichtbar. Acht Fed-Regionen meldeten moderate Preissteigerungen, und Unternehmen berichteten besonders bei Energie, Transport, Metallen und petrochemischen Vorprodukten von höheren Kosten. Kunden liessen jedoch nicht jede Preiserhöhung zu. Das begrenzt den unmittelbaren Preisauftrieb, kann dafür aber die Gewinnspannen von Einzelhändlern und Herstellern drücken. [Federal Reserve, 02.09.2026](https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/BeigeBook_20260902.pdf)

Einordnung: Die US-Wirtschaft bewegt sich zwischen zwei Kräften. Rechenzentren, Verteidigung und Investitionen halten die Nachfrage aufrecht, während hohe Preise und Kreditzinsen den breiten Konsum bremsen. Für die Fed ist das unangenehm: Eine Zinserhöhung würde die Nachfrage weiter dämpfen, Nichtstun könnte aber zulassen, dass der neue Energieschub die ohnehin zu hohe Inflation verfestigt.

Arbeitsmarkt und Federal Reserve

Der Arbeitsmarkt kühlt ab, bricht aber nicht ein. Laut dem am 1. September veröffentlichten Bericht des Bureau of Labor Statistics gab es Ende Juli 7,271 Millionen offene Stellen, 89.000 mehr als nach unten revidiert im Juni. Die Zahl der Einstellungen fiel dagegen um 278.000 auf 5,054 Millionen; Kündigungen durch Beschäftigte lagen bei 3,1 Millionen und Entlassungen bei 1,7 Millionen. Offene Stellen zeigen damit weiterhin Arbeitskräftebedarf, doch die tatsächlich vollzogenen Einstellungen sind schwach. [BLS, 01.09.2026](https://www.bls.gov/news.release/jolts.htm) [Reuters, 01.09.2026](https://www.reuters.com/business/us-manufacturing-activity-slows-august-input-prices-still-elevated-2026-09-01/)

Der private Arbeitsmarktdienst ADP schätzte am 2. September nur 38.000 neue Stellen im August, nach revidiert 46.000 im Juli. Diese Reihe weicht häufig vom amtlichen Bericht ab und darf nicht mit ihm gleichgesetzt werden. Die amtlichen Zahlen für August erscheinen erst am 4. September; bei Redaktionsschluss lag die Reuters-Erwartung bei 56.000 neuen Stellen nach einem Rückgang um 23.000 im Juli und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,1 %. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/asia-pacific/yen-gets-boost-hawkish-boj-repricing-rate-expectations-2026-09-03/)

Fed-Chef Kevin Warsh sagte am 28. August in Jackson Hole, die Notenbank habe „Arbeit zu tun“, falls sie nicht genügend Vertrauen in eine Rückkehr der Inflation zum 2-%-Ziel gewinne. Er stellte die Preisstabilität in den Vordergrund und verwies darauf, dass die Finanzierungsbedingungen die Wirtschaft offenbar nicht stark bremsten. Fed-Gouverneur Michael Barr formulierte am 1. September ähnlich: Bei klar nachlassender Inflation könne die Fed noch abwarten, andernfalls solle sie die Zinsen entschlossen anheben. [Federal Reserve, 28.08.2026](https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/files/warsh20260828a.pdf) [Federal Reserve, 01.09.2026](https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/files/barr20260901a.pdf)

Der Markt reagierte deutlich. Am Morgen des 3. September lag die aus Terminpreisen abgeleitete Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte bei rund 62 %, nach 37 % eine Woche zuvor. Der Zielkorridor des Fed-Leitzinses liegt derzeit bei 3,50–3,75 %; die nächste Sitzung findet am 15./16. September statt. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)

Einordnung: Die schwache Zahl der Einstellungen spricht gegen einen langen Erhöhungszyklus. Der Ölpreissprung und Warshs Aussagen sprechen aber für einen vorbeugenden Schritt im September. Der amtliche Arbeitsmarktbericht am Freitag ist deshalb wichtiger als die ADP-Schätzung: Schwache Beschäftigung bei hohen Löhnen wäre ein anderes Signal als schwache Beschäftigung mit nachlassendem Lohndruck.

Anleihen, Aktien und Unternehmen

An den Anleihemärkten war die Woche unruhig. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am 2. September zeitweise auf 4,818 %, den höchsten Stand seit November 2023, und schloss bei etwa 4,794 %. Treiber waren höhere Ölpreise, die Aussicht auf eine Fed-Anhebung, grosse staatliche Finanzierungserfordernisse und eine starke private Kreditnachfrage für Infrastruktur und KI. Am Morgen des 3. September sanken die Renditen etwas, nachdem die schwachen privaten Jobdaten Entlastung brachten. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-wrapup-1-2026-09-02/) [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-view-europe-2026-09-02/)

US-Aktien gaben zunächst nach, erholten sich aber am Mittwoch. Am 2. September schlossen der Dow Jones bei 53.061,95 Punkten (+0,56 %), der S&P 500 bei 7.666,60 (+0,46 %) und der Nasdaq bei 26.217,83 (+0,45 %). Gegenüber dem vergangenen Freitag blieb der S&P 500 dennoch unter Druck: Er hatte am 28. August nach Warshs Rede bei rund 7.740 Punkten geschlossen. Hohe Renditen verteuern Unternehmensfinanzierung und senken den heutigen Wert weit in der Zukunft erwarteter Gewinne – besonders bei teuer bewerteten Wachstumsaktien. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-wrapup-1-2026-09-02/) [Reuters, 28.08.2026](https://www.reuters.com/business/sp-500-nasdaq-futures-slip-after-tech-rally-warshs-speech-awaited-2026-08-28/)

Die wichtigste Unternehmensmeldung kam von Dell. Das Unternehmen erhöhte am 1. September nach Börsenschluss seine Jahresumsatzprognose von 167 auf 192 Mrd. US-Dollar und das Ziel für den bereinigten Gewinn je Aktie von 17,90 auf 25,50 US-Dollar. Der Quartalsumsatz stieg um 58 % auf einen Rekordwert von 47 Mrd. US-Dollar; Dell verwies auf starke Nachfrage nach Servern für künstliche Intelligenz. Die Aktie gewann am 2. September deutlich. Broadcom stellte ebenfalls starke Verkäufe von KI-Chips für die nächsten zwei Jahre in Aussicht, verlor nachbörslich jedoch, weil hohe Erwartungen bereits im Kurs steckten. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/retail-consumer/dell-shares-gain-after-strong-ai-server-demand-boosts-annual-forecast-2026-09-02/) [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-view-europe-2026-09-03/)

Daneben kündigte Uber am 2. September den Abbau von etwa 10 % seiner Stellen an, um Führungsebenen zu verkleinern. Das steht nicht im Widerspruch zum KI-Investitionsboom: Kapital fliesst stark in Rechenleistung und Datenzentren, während manche Unternehmen zugleich Verwaltung und traditionelle Abläufe verschlanken. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/world-at-work/uber-cut-3300-jobs-overhaul-bloomberg-news-reports-2026-09-02/)

Einordnung: Der KI-Boom ist inzwischen nicht nur eine Börsenerzählung, sondern in Aufträgen, Umsätzen, Bauprojekten und Strombedarf sichtbar. Er stützt Wachstum und einzelne Unternehmensgewinne, kann kurzfristig aber auch Inflation und Renditen erhöhen. Für den Gesamtmarkt entsteht damit ein Widerspruch: dieselben Investitionen, die Gewinne treiben, können über höhere Finanzierungskosten die Bewertungen belasten.

Dollar, Rohstoffe und Geopolitik

Der Dollar gewann nach Warshs Rede zunächst, gab am 3. September aber nach. Um 07:20 Uhr GMT lag der Dollarindex bei 99,39 (-0,21 %), der Euro bei 1,1598 US-Dollar und der Dollar bei 157,64 Yen. Gegenüber dem vergangenen Freitag bei fast 160 Yen war der Yen damit klar stärker. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)

Brent-Öl schloss am 2. September bei 95,63 US-Dollar je Barrel, US-Öl bei 91,01 US-Dollar. Am Morgen des 3. September gab Brent leicht auf 95,04 US-Dollar nach. Am vergangenen Freitag hatte Brent noch 89,40 US-Dollar gekostet. Der Grund für den Sprung waren neue gegenseitige Angriffe der USA und Irans sowie Sorgen um Lieferungen aus dem Nahen Osten. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/energy/oil-up-nearly-1-us-iran-trade-fresh-strikes-2026-09-02/) [Reuters, 03.09.2026](https://live.euronext.com/en/financial-news/oil-edges-down-investors-weigh-uncertainty-over-us-iran-strikes)

Gold erholte sich am Morgen des 3. September auf rund 4.428 US-Dollar je Feinunze. Der schwächere Dollar und etwas tiefere Renditen halfen, während die Aussicht auf höhere Leitzinsen den Anstieg begrenzte. [Reuters-Marktdaten, 03.09.2026](https://www.reuters.com/markets/asia/)

Einordnung: Der Nahostkonflikt wirkt derzeit wie eine Steuer auf die Weltwirtschaft. Für Energieproduzenten steigen Einnahmen, für Haushalte und ölimportierende Unternehmen steigen Kosten. Solange der Ölfluss durch die Strasse von Hormus unsicher bleibt, können selbst schwächere Konjunkturdaten die Anleiherenditen nur begrenzt drücken.

2) Asien

China: Industrie erholt sich, Dienstleistungen bleiben schwach

Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg im August von 49,2 auf 49,8 Punkte, wie das Statistikamt am 1. September meldete. Ein Wert unter 50 bedeutet weiterhin Schrumpfung, doch Produktion (50,4) und neue Aufträge (50,6) lagen wieder oberhalb dieser Schwelle. Grosse Unternehmen erreichten 50,6 Punkte, mittlere 49,4 und kleine nur 47,9. Der Beschäftigungsindex sank auf 48,7. Das zeigt, dass die Verbesserung weder alle Unternehmensgrössen noch den Arbeitsmarkt erfasst. [Chinas Statistikamt, 01.09.2026](https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260901_1965170.html)

Ausserhalb der Industrie blieb das Bild schwach. Der offizielle Index für Dienstleistungen und Bau verharrte bei 49,0, neue Aufträge sanken auf 44,1 und der Beschäftigungswert blieb bei 45,4. Der zusammengesetzte Index aus Industrie und Dienstleistungen stieg nur leicht auf 49,5. Die jüngsten vollständigen Monatsdaten für Juli – veröffentlicht am 17. August – hatten bereits eine schwache Binnennachfrage gezeigt: Einzelhandelsumsätze wuchsen nur um 0,6 % zum Vorjahr, Anlageinvestitionen gingen in den ersten sieben Monaten um 6,7 % zurück und die städtische Arbeitslosenquote lag bei 5,2 %. [Chinas Statistikamt, 01.09.2026](https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260901_1965170.html) [Reuters, 17.08.2026](https://www.reuters.com/world/china/chinas-industrial-output-slows-july-retail-sales-miss-forecasts-2026-08-17/)

Die jüngste Verbraucherpreisinflation lag im Juli bei 0,5 %, nach 1,0 % im Juni. Gleichzeitig bremste die chinesische Zentralbank den Aufwertungsdruck auf den Yuan. Nach 20 Monaten Kursgewinn war die Währung am 31. August mit etwa 6,72 Yuan je US-Dollar rund 9 % stärker als zu Beginn dieser Bewegung; schwächere tägliche Referenzkurse signalisierten jedoch, dass Peking Exporte nicht durch eine zu schnelle Aufwertung gefährden will. Die einjährige Kreditleitzins-Referenz blieb im August bei 3,00 %. [Reuters, 31.08.2026](https://www.reuters.com/world/asia-pacific/china-reins-rising-yuan-weak-domestic-demand-clouds-outlook-2026-08-31/) [Reuters-Marktdaten, 03.09.2026](https://www.reuters.com/markets/asia/)

Am Markt stieg der Shanghai Composite am Morgen des 3. September um 0,43 % auf rund 3.958 Punkte. Die Rendite zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen lag bei nur etwa 1,68 % und damit mehr als drei Prozentpunkte unter der US-Rendite. Anders als in den USA, Europa und Japan fallen Chinas Renditen, weil schwacher Konsum, Immobilienprobleme und geringe Kreditnachfrage den Inflationsdruck begrenzen. [Reuters-Marktdaten, 03.09.2026](https://www.reuters.com/markets/asia/) [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/commentary/reuters-open-interest/china-escapes-global-bond-rout-wrong-reasons-mcgeever-2026-09-02/)

Neue Regeln für die Immobilienfinanzierung, veröffentlicht am 28. August, sollen Entwickler weniger abhängig von Vorauszahlungen der Wohnungskäufer machen. Aktien kleinerer Bauträger fielen daraufhin, weil strengere Finanzierung und längere Projektkontrolle eine Bereinigung der Branche beschleunigen könnten. [Reuters, 31.08.2026](https://www.reuters.com/world/china/chinas-property-stocks-fall-new-mortgage-rules-2026-08-31/)

Einordnung: Die bessere Industriezahl ist ein Lichtblick, aber noch keine breite Wende. Chinas Fabriken profitieren von Exporten und staatlich gestützten Bereichen, während Haushalte, Dienstleistungen, Immobilien und kleinere Firmen zurückbleiben. Niedrige Zinsen helfen nur begrenzt, solange Unternehmen und Familien aus Unsicherheit nicht mehr leihen und ausgeben wollen.

Japan: Wachstum und Preisauftrieb erhöhen den Druck auf die BoJ

Japans Dienstleistungsindex stieg im August von 51,2 auf 52,5 Punkte, wie S&P Global am 3. September meldete. Das war das stärkste Wachstum seit fünf Monaten. Neue Inlandsgeschäfte nahmen zu, während Exportaufträge zum fünften Mal in Folge fielen. Die Unternehmen erhöhten ihre Verkaufspreise beinahe so stark wie nie zuvor in dieser Messreihe. Der zusammengesetzte Index aus Industrie und Dienstleistungen stieg von 52,7 auf 53,5. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/asia-pacific/japan-services-growth-hits-five-month-high-pmi-shows-2026-09-03/)

Der Arbeitsmarkt bleibt eng. Die am 28. August veröffentlichten amtlichen Daten zeigten für Juli eine Arbeitslosenquote von 2,4 %, nach 2,5 % im Juni. Gleichzeitig sank die Zahl der Erwerbspersonen, weshalb der Rückgang nicht nur als Zeichen kräftiger Neueinstellungen gelesen werden darf. Die nationale Verbraucherpreisinflation lag im Juli bei 1,9 %; die Tokioter Kernrate für August, ein früher Hinweis auf den nationalen Wert, erreichte 1,8 %. [Japans Statistikamt, 28.08.2026](https://www.stat.go.jp/english/index.htm)

BoJ-Ratsmitglied Hajime Takata sagte am 2. September, die Notenbank solle Zinsen beweglich und nicht in starren halbjährlichen Abständen anheben. Er hatte bereits bei der Juli-Sitzung eine Erhöhung beantragt. Die BoJ erwartet für das Fiskaljahr 2026 nur 0,6 % reales Wachstum, aber 2,5 % Inflation ohne frische Lebensmittel. Sie sieht den schwachen Yen, teures Öl und die Nachfrage nach Halbleitern als zusätzliche Preistreiber. [Bank of Japan, 02.09.2026](https://www.boj.or.jp/en/about/press/koen_2026/data/ko260902a1.pdf)

Diese Aussicht traf auf einen bereits angespannten Anleihemarkt. Die zehnjährige japanische Rendite überschritt am 2. September kurz 3,0 % und erreichte mit 3,015 % ein 30-Jahres-Hoch. Am 3. September fiel sie auf etwa 2,97 %, nachdem eine Auktion 30-jähriger Anleihen auf ordentliche Nachfrage stiess. Der Yen stieg auf 157,64 je Dollar, den stärksten Stand seit dem 10. August. Der Nikkei erholte sich am Morgen leicht, nachdem er am Mittwoch rund 3 % verloren hatte. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/commentary/reuters-open-interest/global-markets-trading-day-graphic-2026-09-02/) [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)

Einordnung: Japan entfernt sich weiter von der jahrzehntelangen Nullzinswelt. Eine stärkere Wirtschaft und höhere Verkaufspreise erleichtern eine Zinserhöhung, doch rasch steigende Anleiherenditen können Banken, Versicherer und den Staat belasten. Ein festerer Yen senkt Importkosten, schwächt aber umgerechnet die Auslandsgewinne grosser Exportfirmen.

Indien: starkes Wachstum, aber hohe Öl-Abhängigkeit

Indiens Wirtschaft wuchs im Quartal April bis Juni um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistikministerium am 31. August meldete. Das lag klar über der Reuters-Erwartung von 7,1 % und der RBI-Prognose von 7,0 %, aber unter dem revidierten Wachstum von 8,6 % im Vorquartal. Die Wertschöpfung ohne den Einfluss von Steuern und Subventionen stieg um 8,2 %. Das verarbeitende Gewerbe wuchs um 9,2 %, Finanz- und unternehmensnahe Dienste um 12,1 %, der private Konsum um 7,1 % und private Investitionen um fast 12 %. [Indisches Statistikministerium, 31.08.2026](https://www.mospi.gov.in/uploads/latestReleases/latest_release_1788172583113_d65a77cf-240e-4491-82ee-59f78618fa41_Press_Note_on_GDP_Estimates_for_Q1_2026-27.pdf) [Reuters, 31.08.2026](https://www.reuters.com/business/indias-gdp-grows-78-april-june-2026-08-31/)

Auch Kredite wuchsen kräftig: Ende Juni lag ihr Zuwachs laut RBI bei 18,3 % gegenüber dem Vorjahr, dem höchsten Tempo seit mehr als zehn Jahren. Die jüngste Verbraucherpreisinflation stieg im Juli auf 4,45 %, die Lebensmittelinflation auf 5,52 %. Die RBI liess den Leitzins am 5. August bei 5,25 %, erwartet für das Fiskaljahr aber durchschnittlich 5,0 % Inflation. Zwei Mitglieder des Zinsrats, darunter der Gouverneur, hatten im August eine breitere Straffung befürwortet, falls die Inflation weiter anzieht. [Indisches Statistikministerium, 12.08.2026](https://mospi.gov.in/uploads/latestReleases/latest_release_1786529680747_3113661d-1a2b-4b9a-af06-b340193ef9a0_Press_Release_CPI_July_2026.pdf) [RBI, 05.08.2026](https://www.rbi.org.in/scripts/BS_PressReleaseDisplay.aspx?prid=63287)

Die Rupie erhielt diese Woche unerwartet starke Hilfe. Spezielle Einlagenprogramme für im Ausland lebende Inder und weitere Auslandsfinanzierungen brachten laut RBI insgesamt 136,38 Mrd. US-Dollar ein. Am Morgen des 3. September stieg die Rupie deshalb auf ein Zweimonatshoch um 94,3 bis 94,4 je Dollar, nach 94,97 am Mittwoch. Sensex und Nifty eröffneten nach drei schwächeren Sitzungen etwa 0,3–0,4 % höher. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/india/indian-rupee-scales-2-month-peak-136-bln-inflows-bolster-currency-against-global-2026-09-03/)

Einordnung: Indien hat derzeit die stärkste Binnenkonjunktur der drei grossen asiatischen Volkswirtschaften. Gerade deshalb ist der Spielraum für Zinssenkungen klein. Das Land importiert rund 85 % seines Rohöls; dauerhaft 95 US-Dollar für Brent würden Inflation, Handelsbilanz, Staatshaushalt und Rupie gleichzeitig belasten. Der grosse Devisenzufluss verschafft der RBI Zeit, ersetzt aber keine günstigere Energielage.

Gemeinsame Markt- und Rohstofflage in Asien

Der breit gefasste MSCI-Index für Asien ohne Japan stieg am Morgen des 3. September um 0,8 %. Der Shanghai Composite gewann 0,43 %, der Hang Seng lag ungefähr unverändert und der Nikkei erholte sich leicht. Die Bewegung war vor allem eine Gegenreaktion auf den vorangegangenen Ausverkauf bei Anleihen und Aktien, keine Entwarnung. [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/) [Reuters-Marktdaten, 03.09.2026](https://www.reuters.com/markets/asia/)

Einordnung: Öl trennt Gewinner und Verlierer. China kann einen Teil seiner Energieimporte politisch steuern, Japan und Indien spüren hohe Weltmarktpreise direkter. Gleichzeitig wirkt ein stärkerer Yen inflationsdämpfend, während eine schwache Rupie importierte Inflation verstärken würde. Deshalb haben Währungen in Asien derzeit fast dieselbe Bedeutung wie Leitzinsen.

3) Europa

Konjunktur, Inflation und Arbeitsmarkt

Die Eurozone startete mit einem überraschend breiten Industriesignal in den September. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im August auf 52,7 Punkte, den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren; Werte über 50 bedeuten Wachstum. Der Dienstleistungsindex blieb bei 51,7. Diese Umfragen deuten auf eine vorsichtige Erholung hin, obwohl die Auftragseingänge und das Vertrauen nicht überall gleich stark sind. Die amtliche Wirtschaftsleistung war im zweiten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen. [Reuters, 21.08.2026](https://www.reuters.com/world/europe/euro-zone-business-activity-growth-hits-highest-since-november-pmi-shows-2026-08-21/) [Eurostat, 14.08.2026](https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-14082026-ap)

Die wichtigste Meldung kam am 1. September von Eurostat. Die Verbraucherpreisinflation der 21 Euroländer stieg im August von 2,9 auf 3,3 %. Energie verteuerte sich um 14,3 % zum Vorjahr, nach 10,3 % im Juli. Gleichzeitig sank die Kerninflation ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak von 2,5 auf 2,4 %, und die Dienstleistungsinflation fiel von 3,3 auf 3,0 %. Der monatliche Gesamtanstieg betrug 0,4 %. [Eurostat, 01.09.2026](https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-01092026-ap)

Der Arbeitsmarkt schwächte sich nur leicht ab. Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 6,4 %, unverändert gegenüber dem revidierten Juniwert und nach 6,3 % ein Jahr zuvor. In der EU betrug sie 6,1 %. Der kleine Anstieg ist noch kein Einbruch, nimmt der Wirtschaft aber etwas Lohndruck. [Eurostat, 01.09.2026](https://ec.europa.eu/eurostat/product?code=3-01092026-bp)

Einordnung: Europas Inflation besteht derzeit aus zwei Geschichten. Energie macht das tägliche Leben und die Produktion teurer, während der heimische Preisauftrieb bei Dienstleistungen leicht nachlässt. Solange Löhne und Kernpreise ruhig bleiben, kann die EZB den Energieschock mit wenigen Schritten beantworten. Steigen dagegen Gas-, Transport- und Stromkosten dauerhaft, könnten Unternehmen sie später breiter weitergeben.

EZB, Anleihen und Währungen

Die Finanzmärkte rechnen nahezu vollständig mit einer Erhöhung des EZB-Einlagensatzes am 10. September von 2,25 auf 2,50 %. Es wäre die zweite Erhöhung dieses Jahres nach dem Schritt im Juni. Der August-Inflationswert entspricht grob dem Bild, das die EZB erwartet hatte. Strittig ist daher weniger der kommende Entscheid als die Zeit danach: Am 2. September lag die Marktchance für einen Einlagensatz von 3 % bis März 2027 bei rund 35 %, nach etwa 25 % eine Woche zuvor. [Reuters, 01.09.2026](https://www.reuters.com/business/euro-zone-inflation-rises-above-3-cementing-ecb-rate-hike-bets-2026-09-01/) [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/markets/europe/european-shares-pinned-one-month-low-flaring-mideast-tensions-lift-bond-yields-2026-09-02/)

Die Erwartung höherer Leitzinsen traf auf Sorgen um Staatsschulden. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte am 2. September den höchsten Stand seit April 2011. Britische zehnjährige Staatsanleihen stiegen zeitweise auf 5,294 %, den höchsten Wert seit August 2007. Auch französische und italienische Langläufer standen unter Druck, weil höhere Zinskosten den Spielraum hoch verschuldeter Staaten verkleinern. Frankreich bleibt vor der Wahl 2027 und schwierigen Haushaltsverhandlungen besonders beobachtet. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/commentary/reuters-open-interest/real-deal-world-bonds-grind-towards-higher-neutral-rates-mike-dolan-2026-09-02/) [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/british-government-bond-yields-hit-fresh-18-year-high-oil-prices-rise-2026-09-02/)

Der Euro notierte am Morgen des 3. September bei 1,1598 US-Dollar, leicht höher am Tag, aber niedriger als die rund 1,161 Dollar nach Warshs Rede am vergangenen Freitag. Höhere erwartete EZB-Zinsen stützen den Euro, doch Energieimportkosten, Fiskalrisiken und zeitweise höhere US-Renditen wirken dagegen. [Reuters, 28.08.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-08-28/) [Reuters, 03.09.2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)

Einordnung: Für Europas Anleihemärkte kommen drei Belastungen zusammen: Inflation, höhere staatliche Kreditaufnahme und weniger Käufe durch Zentralbanken. Besonders lange Laufzeiten reagieren stark, weil Anleger für viele Jahre Unsicherheit übernehmen. Das ist für Banken nicht nur positiv: Ein höherer Leitzins kann die Zinsmarge verbessern, schnelle Kursverluste bei Staatsanleihen und schwächere Schuldner erhöhen aber Risiken.

Aktien, Unternehmen, Rohstoffe und Geopolitik

Der STOXX 600 schloss am 2. September 0,2 % tiefer bei 645,94 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich ein Monatstief erreicht hatte. Einzelhändler litten unter der Aussicht auf höhere Energie- und Finanzierungskosten. Banken begrenzten die Verluste. Der deutsche DAX gab ungefähr 0,3 % nach, der französische CAC 40 0,4 % und näherte sich wegen Haushalts- und Wahlrisiken einem Zweimonatstief. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/markets/europe/european-shares-pinned-one-month-low-flaring-mideast-tensions-lift-bond-yields-2026-09-02/)

Unter den Einzelwerten stieg Deutsche Bank am Mittwoch nach einer Analystenaufstufung um 2,2 %. Nokia gewann 1,7 %, nachdem seine Rückkehr in den Euro STOXX 50 anstelle von Volkswagen angekündigt worden war; Volkswagen verlor 2,2 %. Der italienische Wettanbieter Lottomatica fiel nach der angekündigten Übernahme der spanischen Cirsa um 9 %, während Cirsa 16 % gewann. Diese Bewegungen waren unternehmensspezifisch, zeigen aber, wie stark Finanzierungskosten und Indexflüsse derzeit neben der Konjunktur wirken. [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/markets/europe/european-shares-pinned-one-month-low-flaring-mideast-tensions-lift-bond-yields-2026-09-02/)

Für Europa ist der Öl- und Gaspreis besonders wichtig, weil die Region netto Energie importiert. Brent oberhalb von 95 US-Dollar und niedrige europäische Gasspeicherstände für diese Jahreszeit erhöhen Kosten für Haushalte, Chemie, Transport und andere energieintensive Branchen. Der US-iranische Schlagabtausch ist deshalb nicht nur ein geopolitisches Risiko, sondern direkt ein europäisches Inflations- und Wachstumsrisiko. [Reuters, 21.08.2026](https://www.reuters.com/world/europe/traders-are-bracing-an-increasingly-hawkish-ecb-2026-08-21/) [Reuters, 02.09.2026](https://www.reuters.com/business/energy/oil-up-nearly-1-us-iran-trade-fresh-strikes-2026-09-02/)

Einordnung: Europäische Unternehmen kamen bislang besser durch den Energie- und Zinsschock als befürchtet, und die Industrieumfragen bessern sich. Dennoch ist der Puffer klein. Eine längere Phase hoher Energiepreise würde zuerst Margen und Kaufkraft treffen und später Investitionen sowie Beschäftigung. Banken und Energieunternehmen können kurzfristig profitieren; Einzelhandel, Immobilien, Chemie und hoch verschuldete Firmen tragen die grössere Last.

Worauf in der kommenden Woche zu achten ist

1. US-Arbeitsmarkt am 4. September: Neue Stellen, Arbeitslosenquote, Löhne und frühere Revisionen entscheiden, ob die vom Markt erwartete Fed-Anhebung im September Bestand hat. Ein einzelner ADP-Wert reicht dafür nicht.

2. US-Inflation am 10. und 11. September: Erzeugerpreise erscheinen am Donnerstag, Verbraucherpreise am Freitag. Entscheidend ist, ob der Ölpreissprung bereits über Energie hinaus sichtbar wird. [BLS-Veröffentlichungskalender](https://www.bls.gov/schedule/2026/home.htm)

3. EZB am 10. September: Eine Erhöhung auf 2,50 % ist weitgehend eingepreist. Marktbewegend werden eher die neuen Projektionen und Christine Lagardes Hinweise auf mögliche weitere Schritte sein. [EZB-Sitzungskalender](https://www.ecb.europa.eu/press/calendars/mgcgc/html/index.en.html)

4. China am 9. September: Die August-Verbraucher- und Erzeugerpreise zeigen, ob sich der Kostendruck der Industrie aufbaut oder die schwache Binnennachfrage weiterhin überwiegt. Zusätzlich bleiben Yuan-Festsetzung, Immobilienfinanzierung und konkrete Stützungsmassnahmen wichtig.

5. Japan am 4. und 7. September: Haushaltsausgaben sowie die revidierte Wirtschaftsleistung für das zweite Quartal helfen einzuschätzen, ob der Konsum eine BoJ-Anhebung verkraftet. Löhne, Yen und die Nachfrage nach lang laufenden Staatsanleihen bleiben zentrale Signale.

6. Europa am 4. und 7. September: Eurostat veröffentlicht zunächst die Juli-Einzelhandelsumsätze und danach die detailliertere Schätzung für Wachstum und Beschäftigung im zweiten Quartal. Damit lässt sich prüfen, ob die besseren Unternehmensumfragen bereits in harten Daten ankommen. [Eurostat-Veröffentlichungskalender](https://ec.europa.eu/eurostat/news/release-calendar)

7. Nahost und Energie: Neue Angriffe, Verhandlungen oder Störungen in der Strasse von Hormus können alle Daten überlagern. Zu beobachten sind Brent-Öl, europäisches Erdgas, Frachtraten und Versicherungsprämien für Schiffe.

Quellenliste

Primärquellen

  • [Federal Reserve: Beige Book, veröffentlicht 2. September 2026](https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/BeigeBook_20260902.pdf)
  • [Federal Reserve: Rede von Kevin Warsh, 28. August 2026](https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/files/warsh20260828a.pdf)
  • [Federal Reserve: Rede von Michael Barr, 1. September 2026](https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/files/barr20260901a.pdf)
  • [BLS: Offene Stellen und Personalbewegungen, Juli 2026](https://www.bls.gov/news.release/jolts.htm)
  • [BEA: Persönliche Einkommen, Ausgaben und PCE-Preise, Juli 2026](https://www.bea.gov/news/2026/personal-income-and-outlays-july-2026)
  • [Chinas Statistikamt: Einkaufsmanagerindizes, August 2026](https://www.stats.gov.cn/english/PressRelease/202609/t20260901_1965170.html)
  • [Bank of Japan: Rede von Hajime Takata, 2. September 2026](https://www.boj.or.jp/en/about/press/koen_2026/data/ko260902a1.pdf)
  • [Indisches Statistikministerium: BIP, April bis Juni 2026](https://www.mospi.gov.in/uploads/latestReleases/latest_release_1788172583113_d65a77cf-240e-4491-82ee-59f78618fa41_Press_Note_on_GDP_Estimates_for_Q1_2026-27.pdf)
  • [Indisches Statistikministerium: Verbraucherpreise, Juli 2026](https://mospi.gov.in/uploads/latestReleases/latest_release_1786529680747_3113661d-1a2b-4b9a-af06-b340193ef9a0_Press_Release_CPI_July_2026.pdf)
  • [Reserve Bank of India: Geldpolitischer Beschluss, 5. August 2026](https://www.rbi.org.in/scripts/BS_PressReleaseDisplay.aspx?prid=63287)
  • [Eurostat: Inflations-Schnellschätzung, August 2026](https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-01092026-ap)
  • [Eurostat: Arbeitslosigkeit, Juli 2026](https://ec.europa.eu/eurostat/product?code=3-01092026-bp)

Nachrichten und Märkte

  • [Reuters: Globale Märkte am 3. September 2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-global-markets-2026-09-03/)
  • [Reuters: US-Industrie und Arbeitsmarkt am 1. September 2026](https://www.reuters.com/business/us-manufacturing-activity-slows-august-input-prices-still-elevated-2026-09-01/)
  • [Reuters: US-Märkte am 2. September 2026](https://www.reuters.com/world/china/global-markets-wrapup-1-2026-09-02/)
  • [Reuters: Ölmarkt am 2. September 2026](https://www.reuters.com/business/energy/oil-up-nearly-1-us-iran-trade-fresh-strikes-2026-09-02/)
  • [Reuters: Dell und KI-Server, 2. September 2026](https://www.reuters.com/business/retail-consumer/dell-shares-gain-after-strong-ai-server-demand-boosts-annual-forecast-2026-09-02/)
  • [Reuters: Chinas August-PMI, 31. August 2026](https://www.reuters.com/world/asia-pacific/chinas-factory-activity-improves-stays-contraction-august-2026-08-31/)
  • [Reuters: Japans Dienstleistungen, 3. September 2026](https://www.reuters.com/world/asia-pacific/japan-services-growth-hits-five-month-high-pmi-shows-2026-09-03/)
  • [Reuters: Indiens Wachstum, 31. August 2026](https://www.reuters.com/business/indias-gdp-grows-78-april-june-2026-08-31/)
  • [Reuters: Eurozoneninflation und EZB-Erwartungen, 1. September 2026](https://www.reuters.com/business/euro-zone-inflation-rises-above-3-cementing-ecb-rate-hike-bets-2026-09-01/)
  • [Reuters: Europäische Aktien und Anleihen, 2. September 2026](https://www.reuters.com/markets/europe/european-shares-pinned-one-month-low-flaring-mideast-tensions-lift-bond-yields-2026-09-02/)